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Rembrandt BugattiRembrandt Bugatti

Alte Nationalgalerie
28. März – 27. Juli 2014
Alte Nationalgalerie<br />
						28. März – 27. Juli 2014

Foto: David von Becker

Rembrandt Bugatti (1884-1916) zählt zu den bemerkenswertesten und künstlerisch eigenständigsten Bildhauern im frühen 20. Jahrhundert. Der Bruder des legendären Automobilkonstrukteurs Ettore Bugatti schuf in seinem kurzen Leben ein über 300 Werke umfassendes Gesamtwerk, das in seiner Intensität und Formenvielfalt einzigartig ist.

Die Ausstellung
Die Ausstellung in der Alten Nationalgalerie mit über 80 Plastiken ist die erste große museale Einzelausstellung Rembrandt Bugattis und öffnet damit die Tür für eine fulminante Wiederentdeckung dieses Künstlers. Denn obgleich schon zu Lebzeiten sehr erfolgreich und bis heute von Enthusiasten weltweit gesammelt, ist Rembrandt Bugatti in der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt. Museen aus Paris, Washington und Antwerpen haben Leihgaben für die Ausstellung zugesagt. Der Großteil der präsentierten Werke stammt jedoch aus internationalen Privatsammlungen, die ihre Schätze zum ersten Mal in der Nationalgalerie öffentlich zeigen.

Die Kunst
Schon als Jugendlicher hatte Rembrandt Bugatti zu seinem lebenslangen Thema gefunden: dem Tier. Hatte er zunächst noch vor allem Kühe modelliert, so fand er später in den Zoologischen Gärten von Paris und Antwerpen exotischere Modelle: Tiere wie Ameisenbären, Tapire und Marabus, Yaks, Sekretärvögel und Känguruhs werden bei Bugatti zum ersten Mal in der europäischen Kunstgeschichte überhaupt zum Gegenstand der Bildhauerei. Nach einer Phase intensiver Beobachtung modellierte er fast alle Skulpturen direkt vor dem Tier selbst. Bugattis außergewöhnliches Gespür für den „richtigen Augenblick“ ermöglichte es ihm, den aussagekräftigsten Moment des tierischen Wesens in einer Plastik festzuhalten und dadurch unvergleichlich lebensnahe Porträts individueller Tiere zu erschaffen – immer ging es ihm um die genaue Erfassung der Eigenheiten, Bewegungen und Empfindungen seines Gegenübers.

Bugattis Gesamtwerk ist geprägt von einer stupenden Beherrschung seiner bildhauerischen Mittel, von künstlerischer Spontaneität und Freiheit. Genaue Beobachtungsgabe und tiefgründiges Einfühlungsvermögen verleihen seinen Werken eine enorme Präsenz und Authentizität. Der Reichtum an Modellen ist dabei ebenso unübertroffen wie die Bearbeitung seiner Oberflächen.

Das Leben
Geboren in Mailand als Sohn des Möbeldesigners Carlo Bugatti, war Rembrandt in einem hochkünstlerischen Umfeld aufgewachsen – der Maler Giovanni Segantini war sein Onkel, und im Hause seiner Eltern verkehrten Komponisten wie Puccini und Leoncavallo. Früh wurde er in seinem Talent entdeckt und gefördert. Erste Ausstellungen des 18-Jährigen in Venedig und später in Paris erregten bereits großes Aufsehen und brachten dem jungen Künstler Anerkennung und Erfolg. Durch seine Zusammenarbeit mit dem Galeristen und kongenialen Bronzegießer Adrien-Aurélien Hébrard, der auch Modelle von Degas und Rodin vervielfältigte, hielten seine Werke in meisterhaften Bronzegüssen Einzug in viele Sammlungen. Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs nahm sich Bugatti 1916 in Paris das Leben. Er wurde nur 31 Jahre alt.

Der Katalog
Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag, München die erste deutschsprachige Monografie über Rembrandt Bugatti mit ca. 260 Seiten und 220 farbigen Abbildungen aller ausgestellten Werke sowie zahlreichen historischen Fotografien des Künstlers; weiterführende Aufsätze namhafter Autoren betrachten das französische, italienische und belgische Umfeld Bugattis.



Eine Ausstellung der Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin. Die Ausstellung wird ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie.

Rembrandt Bugatti mit Modell im Zoo Antwerpen | Foto: Rembrandt Bugatti Conservatoire
Installationsansicht, Foto: David von Becker
Installationsansicht | Foto: David von Becker
Installationsansicht | Foto: David von Becker