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Dominique Gonzalez-FoersterDominique Gonzalez-Foerster

OPERA (QM. 15), 2016OPERA (QM. 15), 2016

HD-Video, Projektor, Bildschirme, Media-Player, Verstärker, Lautsprecher, Beleuchtung, Vorhänge / 8:30 min Spieldauer

© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Foto: The artist and Esther Schipper, Berlin
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Foto: The artist and Esther Schipper, Berlin

Opera (QM.15) verwandelt eine Aufnahme von Dominique Gonzalez-Foersters Live-Erscheinung als Maria Callas in eine holographische Illusion, die eine geisterhafte opernhafte Präsenz erschafft. Opera (QM.15) verbindet mehrere zeitliche Ebenen: die geloopte holographische Projizierung von Dominique Gonzalez-Foersters Live-Erscheinung der berühmten Diva ist selbst ein Konstrukt der Stimme der jüngeren Maria Callas – zu hören sind Aufnahmen von Arien aus Cherubinis Medea, Giuseppe Verdis La Traviata und Amilcare Ponchielli’s La Gioconda. Bekleidet ist die Erscheinung mit dem ikonischen roten Kleid der letzten Auftritte von Callas. Die Arbeit ist von der Entwicklung der Fotografie, dem frühen Film und dem Interesse am Unheimlichen beeinflusst, das viele Künstler und Autoren des 19. Jahrhunderts auszeichnete. Es ist mit einem größeren Werkkorpus verwandt, den Gonzalez-Foerster 2012 begann: eine stets wachsende „fragmentierte Oper“, bestehend aus Live-Auftritten und Aufnahmen, in denen sie als unterschiedliche fiktionale oder historische Figuren auftritt. Die dramatische lebensgroße Präsenz der Künstlerin aktualisiert zudem eine alte Illusionstechnik aus dem späten 19. Jahrhundert.

Maria Callas (1923–1977)
Maria Callas wurde 1923 als Tochter griechischer Immigranten in New York geboren. Vielleicht die berühmteste Opernsängerin des 20. Jahrhunderts, ist sie vor allem für die Vituosität ihrer etwas unkonventionellen Stimme und für ihre dramatischen musikalischen Interpretationen bekannt. Während ihrer Karriere sang sie über 40 unterschiedliche Rollen und nahm mehr als 20 komplette Opern auf.

Text: Courtesy Esther Schipper, Berlin