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Rembrandt BugattiRembrandt Bugatti

Zwei Geier, um 1913/14Zwei Geier, um 1913/14

Bronze, 31 x 38 x 31 cm
WVZ Nr. 309
Guss Nr. 2/6

Teilerwerbung mithilfe des Vereins der Freunde der Nationalgalerie

© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/Andres Kilger

In den zoologischen Gärten von Paris und später Antwerpen entdeckte Rembrandt Bugatti sein Lebensthema: das exotische Tier: Ameisenbären, Tapire und Marabus, Yaks, Kondore und Kängurus machte der Bildhauer erstmalig in der europäischen Kunstgeschichte zum fast alleinigen Gegenstand der Plastik. Bugatti betrachtete seine Modelle lange und intensiv. Dann schuf er seine Werke meist in einem einzigen Arbeitsgang vor oder sogar im Tiergehege selbst. Seine enorme Beobachtungsgabe und die vollkommene Beherrschung seiner bildhauerischen Mittel erlaubten es ihm, das Wesen der Tiere in prägnanten Haltungen in den Ton zu bannen und ganze Verhaltensweisen szenisch auf der Plinthe zu arrangieren. Neben den Raubkatzen galt Bugattis Hauptaugenmerk den Vögeln. Sozialverhalten, Körperformen, Gefieder und Bewegungen waren für den Künstler von enormer inspirativer Kraft.
In Bugattis Darstellung zweier afrikanischer Geier sind die fließenden Modellierungen seiner Frühzeit und der Realismus seiner mittleren Schaffensjahre einer streng konturierten Komposition gewichen, die fast geometrisch wirkt und durch ihre ausladenden Formen in einen machtvollen Kontrast zu der schmalen Plinthe tritt. Am Vorabend des Ersten Weltkrieges oszilliert das Werk zwischen einer kompromisslosen, fast martialischen Wirkung und dem Ausdruck beschützender Zweisamkeit – die Bugatti selbst im Leben verwehrt geblieben ist. Im ersten Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie steht das Werk nun umgeben von den nicht minder existentiellen Gemälden Lovis Corinths und Max Beckmanns aus den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg.