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Marie EllenriederMarie Ellenrieder

Taufe der Lydia, 1861Taufe der Lydia, 1861

Öl auf Holz,
35 x 47 cm

Marie Ellenrieder zählt zu den ganz wenigen Frauen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Malereistudium zugelassen wurden. Ellenrieder (1791–1863) studierte von 1813 bis 1816 an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Johann Peter und Robert von Langer. In den Jahren 1822 bis 1825 konnte sie ihre Studien in Italien fortsetzen. Über die Malerin Louise Seidler aus Jena/Weimar (1786–1866) kam sie in Rom in den Kreis der deutschen Künstler um Friedrich Overbeck (Nazarener).

Obwohl Marie Ellenrieder eine vorzügliche Porträtmalerin war, widmete sie sich vor allem der religiösen Malerei, für die sie Aufträge für großformatige Altartafeln und Andachtsbilder erhielt. Sie löste die Forderung der Nazarener nach Wahrheit, Reinheit und Empfindung in ihren Gemälden ein. Mit ihren Bildschöpfungen trug Marie Ellenrieder zur Erneuerung der bildenden Kunst der Romantik in Deutschland bei. Die "Taufe der Lydia" ist eines ihrer letzten Gemälde. Es bereichert die Nazerener-Sammlung der Alten Nationalgalerie erstmals um ein Werk dieser Künstlerin.

Dr. Philipp Demandt