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Francois MorelletFrancois Morellet

Ohne Titel, 2001Ohne Titel, 2001

Objekt mit weißen Neonröhren
Durchmesser 2 Meter

© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

In der Sammlung der Nationalgalerie, die über ein minimalistisches Bild Francois Morellets verfügt, fehlt eine Neon-Arbeit des heute 81-jährigen französischen Künstlers. Die zum Erwerb vorgeschlagene Arbeit aus dem Jahr 2001 stammt aus der zweiten Phase seiner Beschäftigung mit dem Medium. Zeichnen sich die frühen, in den 60er Jahren entstanden Neon-Arbeiten durch komplizierte Schaltrhythmen aus, die zu scheinbar unübersichtlichen Lichteffekten führen, so kann man die späteren Arbeiten als beständige Lichtzeichnungen im Raum definieren.

Ohne Titel zählt zu der Serie der Lunatiques C, mit der Morellet 1996 begann. Der Name und die Form dieser Arbeiten leiten sich vom runden Mond ab. Diese Verbindung ist nach des Künstlers Worten mehr als nur eine formale Analogie, denn sie spielt auch auf die gelegentlich Unruhe evozierende Wirkung des Mondlichtes an.

Beides wird in dem Werk unmittelbar anschaulich. Die auf einer runden Platte fixierten, halbkreisförmigen, weiß leuchtenden Neonstäbe ergeben eine offene, instabile Form. Die rhythmisch und dynamisch geordneten Neonleuchten scheinen einen potenziell veränderbaren, für den Betrachter unbekannten Bewegungsablauf für einen Augenblick anhalten zu wollen. Neben Morellets zentralem Thema - der gleichzeitigen Darstellung von Ordnung und Chaos - überzeugt Ohne Titel durch seinen hohen ästhetischen Reiz.