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Vanessa BeecroftVanessa Beecroft

VB55, 2005VB55, 2005

Performance in der Neuen Nationalgalerie

Vanessa Beecroft wurde 1969 in Genua, Italien, geboren. Sie studierte Architektur, Malerei und Bühnenbild in Italien. Sie lebt und arbeitet in New York City.

Sie wurde 1998 durch ihre Aufsehen erregende Performance im Guggenheim Museum in New York bekannt. Die Künstlerin hatte zwanzig gleich aussehende und für die Kamera geschminkte Frauen angewiesen, zweieinhalb Stunden lang die Rotunde des Museums zu besetzen. Dabei trugen fünfzehn der Models mit strassbesetzte Gucci-Bikinis und hochhackige Schuhe; die anderen traten lediglich in geschnürten Sandalen auf. Außerdem hatte die Künstlerin den Frauen untersagt zu sprechen oder mit dem ausschließlich auf Einladung zugelassenen Publikum in Augenkontakt zu treten. Die Frauen werden so für Beecroft zum Werkzeug, Material und Katalysator, mit dem die Künstlerin soziale Beziehungen zwischen Kunst und Besuchern aktiveren möchte. Diese werden dadurch erregt, reagieren fasziniert, und weichen zugleich irritiert zurück. Die Fotografien zeigen eine Performance, die Vanessa Beecroft 2005 in der oberen Halle der Neuen Nationalgalerie aufgeführt hat. Der Nationalgalerie ist es mit dem Erwerb dieser Arbeit gelungen, ihre Sammlung großformatiger, figurativer Farbfotografien um ein wichtiges Werk zu erweitern.

"Ich provoziere und will die Reaktionen sehen. Ich glaube auch, dass die Nacktheit diese Frauen stark macht. Aber ich bin nicht mehr ganz sicher, ob ich sie nicht doch erniedrige. Vielleicht müssen die Frauen für meine Performances auch verletzt werden. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich das alles tun muss. Es hat mit meinem Leben zu tun, mit irgendwas, das ganz tief vergraben ist. Aber darüber spreche ich nicht. Jedenfalls noch nicht."

Vanessa Beecroft