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Pauline Curnier Jardin gewinnt den Preis der Nationalgalerie 2019Pauline Curnier Jardin gewinnt den Preis der Nationalgalerie 2019

Lucia Margarita Bauer gewinnt den Förderpreis für Filmkunst 2019Lucia Margarita Bauer gewinnt den Förderpreis für Filmkunst 2019

Berlin, 12. September 2019
Am Abend des 12. September 2019 wurden die Preisträgerin des Preis der Nationalgalerie und die Preisträgerin des Förderpreis für Filmkunst 2019 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Anwesenheit der Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin bekannt gegeben.

Den diesjährigen Preis der Nationalgalerie gewinnt Pauline Curnier Jardin. Die Jury begründet ihre Wahl wie folgt:

Nach einer lebendigen Diskussion hat die Jury den Preis der Nationalgalerie 2019 an Pauline Curnier Jardin verliehen, nicht nur mit Blick auf ihren Beitrag zur Shortlist-Ausstellung hier im Hamburger Bahnhof, sondern für ihre künstlerische Praxis insgesamt.

Die Jury begründet ihre Entscheidung auf dem Geist des Preis der Nationalgalerie, eine künstlerische Praxis in ihrer Entwicklung zu fördern. Die Jury beeindruckt vor allem Pauline Curnier Jardins herausfordernde und vereinnahmende filmische und installative Sprache. Nicht ungleich einem sich im Delirium befindlichen Zirkus, eröffnet ihr Werk eine verunsichernde Erfahrung, die auf der Verwirrung unserer Zeit gründet

Den diesjährigen Förderpreis für Filmkunst, der seit 2011 in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie verliehen wird, gewinnt Lucia Margarita Bauer. In der Jurybegründung heißt es:
Lucia Margarita Bauer erzählt in MAMAN MAMAN MAMAN eine sehr persönliche Geschichte. Sie kreiert auf spielerische Art und Weise ein dokumentarisches Porträt und schafft es, eine überraschend tiefe psychologische Ebene einzubeziehen, in der die Frage der Identität und des "Verrücktseins" immer wieder neu gestellt werden. Basierend auf einer wahren Geschichte bewegt sie sich auf den Spuren ihrer Großmutter, zwischen dem Leben in einer Großfamilie, der Alzheimer-Erkrankung und dem Zweiten Weltkrieg.

Aus Handyvideos und Briefen, der familieneigenen Fotosammlung, der humanistisch orientierten Familienbibliothek und den Super-8-Filmen der eigenen Großmutter schafft Lucia Margarita Bauer einen spannungsvollen, inspirierten und assoziationsreichen Schnitt und entwickelt eine eigene Bildsprache. Sie überzeugte die Jury durch ihren Sinn für Kreativität und die Kombination aus Humor und Tragik, durch die sie die Zuschauer*innen in ihren Bann zieht. Leichtfüßig und zugleich tief ernst gelingt ihr damit ein flirrendes und wahrhaftiges Porträt einer Frau, einer Familie, einer Zeit und eines Hauses.

Pauline Curnier Jardin, Foto: David von Becker
Lucia Margarita Bauer, Foto: David von Becker