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Sammlung Pietzsch kommt dauerhaft ans KulturforumSammlung Pietzsch kommt dauerhaft ans Kulturforum

Ulla und Heiner Pietzsch bei der Eröffnung der Ausstellung "Bilderträume", 2009 | Foto: Axel Schmidt

Nachdem entschieden ist, wer das Museum des 20. Jahrhunderts am Berliner Kulturforum bauen wird, hat sich das Sammlerehepaar Ulla und Heiner Pietzsch entschlossen, die Vorbehalte, unter der die Schenkung ihrer Sammlung an das Land Berlin erfolgt war, aufzulösen. Im Dezember 2010 hatten die Eheleute Pietzsch einen Schenkungsvertrag mit dem Land Berlin über ihre international bedeutende Kunstsammlung unterzeichnet. Sie zählt zu den herausragenden Privatsammlungen der Klassischen Moderne. Ihren Kern bilden hochkarätige Werke des Surrealismus in Paris und des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule; darunter Werke von Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Salvador Dalí, Paul Delvaux und Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Mark Rothko, Robert Motherwell und Barnett Newmann, aber auch Frida Kahlo und Diego Rivera.

Die Schenkung umfasst insgesamt etwa 150 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen mit einem Schätzwert von 120 Millionen Euro. Sie stand unter zwei Bedingungen, dass Berlin die Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dauerleihgabe überlässt und die Stiftung eine dauerhafte Präsentation von Teilen der Sammlung im Kontext ihrer Sammlung zur Klassischen Moderne gewährleistet. Beide Vorbehalte sind nun ausgeräumt und die Schenkung somit vorbehaltslos vollzogen.

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, dankte Ulla und Heiner Pietzsch für diese große Geste und der Kulturstaatsministerin für ihre Initiative zum Neubau am Kulturforum: „Die Bedingung der Schenkung war ja, dass ausreichend Fläche geschaffen wird, um die Sammlung Pietzsch zusammen mit den Beständen der Nationalgalerie dauerhaft öffentlich präsentiert werden. Mit der Juryentscheidung für das Museum des 20. Jahrhunderts ist dies nun erfüllt. Das Lebenswerk von Ulla und Heiner Pietzsch wird nun sowohl in der Neuen Nationalgalerie als auch im Neubau gezeigt werden können. Für die Stiftung bedeutet dieser Schritt sehr viel. Es ist ein Tag der Freude und der Wertschätzung für die Nationalgalerie.“

Staatsministerin Monika Grütters schließt sich dem großen Dank an: „Wir sind Ulla und Heiner Pietzsch zu großem Dank verpflichtet. Durch ihre großzügige Schenkung wird die Sammlung der Neuen Nationalgalerie um viele hochkarätige Meisterwerke vor allem der Kunst der Klassischen Moderne und des abstrakten Expressionismus reicher. Zusammen mit den beiden Sammlern Marx und Marzona war es das Ehepaar Pietzsch, das 2010 durch sein Schenkungsangebot den Weg für das neue Museum des 20. Jahrhunderts bereitet hat. Mit der Entscheidung des Preisgerichts für den Entwurf von Herzog & de Meuron ist es nun unwiderruflich: Das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin wird kommen. Berlin wird reicher an Kunst und an Baukultur.“

Ulla und Heiner Pietzsch sagten: „Es war ein langer und oft nicht leichter Weg, der hoffentlich zu einem guten Ende geführt hat.“

Stiftungspräsident Parzinger hatte am 30.11.2016 zu einer Feierstunde in die Villa von der Heydt geladen. Gekommen waren u.a. Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Kulturstaatssekretär Tim Renner, um dem Sammlerehepaar noch einmal persönlich danken.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz