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Alte NationalgalerieAlte Nationalgalerie

Ein variationsreiches Zusammenspiel des tempelartigen
Museumsgebäudes mit der Malerei und Skulptur des
19. Jahrhunderts.
Ein variationsreiches Zusammenspiel des tempelartigen <br />
						Museumsgebäudes mit der Malerei und Skulptur des <br />
						19. Jahrhunderts.

Die Alte Nationalgalerie, die von vielen Gästen Berlins als eines der schönsten Museen in Deutschland bezeichnet wird, bietet in seltener Pracht und erhebender Fülle das variationsreiche Zusammenspiel eines tempelartigen Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert mit Malerei und Skulptur desselben Entstehungszeitraumes.

Der Rundgang gewährt einen reichen Überblick über die Kunstgeschichte zwischen Goethe und Rilke, zwischen Humboldt und Helmholtz, zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg. Kurz: Dieses Museum – und dazu gehört auch Schinkels neugotische Friedrichswerdersche Kirche mitsamt den dortigen Skulpturen – offeriert einen Weg durch die Kunst des Klassizismus und der Romantik, des Biedermeier und des Realismus bis hin zu den französischen Impressionisten und zur Kunst an der Wende zum 20. Jahrhundert mit Arbeiten etwa des frühen Max Beckmann. Von hier ist der Bogen zu schlagen zu den Beständen der Neuen Nationalgalerie, in der exemplarisch sichtbar wird, wie sich die Moderne aus diesen Wurzeln des 19. Jahrhunderts heraus entwickelt hat.

Beckmann bezeichnet dank der irritierenden Perspektive und der scharfen Farbklänge in der Kleinen Sterbeszene das Ende des gedachten Gangs durchs 19. Jahrhundert. Am Beginn aber steht Caspar David Friedrichs Bildpaar mit dem radikal isolierten Mönch am Meer und der todesahnenden, dennoch Hoffnung gewährenden Abtei im Eichwald.

Der moderne Mensch in seiner Geworfenheit bei Friedrich, die lyrische oder melancholische Stimmung bei Ludwig Richter, das Bewusstsein einer schweren Erschütterung und mühsamen Wiederherstellung christlicher Heilsvorstellungen bei den Nazarenern, die kritische Weltbetrachtung bei Adolph Menzel, die lebensorientierte Weltbejahung der Impressionisten, die historische Inszenierung bei Franz Krüger – all dies sind Stationen einer geistes und kunstgeschichtlichen Entwicklung, die das 19. Jahrhundert als unendlich vielschichtig und reizvoll charakterisiert. B.M.

Foto: David von Becker