Anthony McCall: Five Minutes of Pure Sculpture

Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart
20. April – 12. August 2012


Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeigt im Frühjahr 2012 sieben Werke des in New York lebenden Künstlers Anthony McCall (geb. 1946, St. Paul’s Cray, England), seine erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum. McCalls einzigartige Lichtprojektionen, die er seit den 1970er Jahren entwickelt hat, existieren an den Grenzen von Kino, Skulptur und Zeichnung.
Der Künstler schafft animierte Linien, die in einen dunklen, mit leich-tem Dunst gefüllten Raum projiziert werden. Diese sich langsam bewegenden Formen – Kegel oder Wellen – sind flüchtig, muten aber dennoch greifbar und körperlich an. Der Betrachter kann in die Lichtkegel eintreten und ihre Gestalt verändern.
Die Nationalgalerie präsentiert eine Reihe von Werken, an der McCall nach zwanzigjähriger Schaffenspause ab 2001 zu arbeiten begann. Während die frühen Werke wie das ikonische Line Describing a Cone (1973), das die Vollendung eines Kreises vollzieht, auf 16mm Film gezeigt wurden, handelt es sich bei den jüngeren Arbeiten um digitale Projektionen, deren komplexe Formen nur auf dem Computer geschaffen werden können.
Zum ersten Mal überhaupt werden McCalls horizontale Werke, die an die Projektionsweise des Kinoraums erinnern, zusammen mit seinen neuesten, vertikalen Arbeiten ausgestellt, die von der Decke zum Boden hin den Ausstellungsraum und den Betrachter in skulpturales Licht tauchen.
